Entwicklung braucht Impulse.

Planungsvorlauf schaffen...

Winterhalter Stahlbau GmbH

Wir unterstützen das nahmhafte Stahlbau-Unternehmen mit Sitz in Freiburg (Breisgau) in enger Kooperation und Abstimmung auch mit weiteren Ingenierbüros bei der Schaffung eines Planungsvorlaufes mit dem Ziel, einen reibungslosen Fertigungsdruchlauf des derzeit laufenden Bauvorhabens sicherzustellen.

Wir realisieren für unseren Auftraggeber mit Hilfe der CAD-Stahlbausoftware "RZ Industriebau" (ehemals Triga bzw. LogoCAD aus dem Hause EPLAN) bei einem in seinen Dimensionen quantitaitiv wie qualitativ hoch anspruchsvollen Stahlbau die Vervollständigung des 3D-Modells gemäß den jeweiligen statischen Angaben und die weitere Ableitung in 2D-Zeichungen (Werkstattplanung) mit anschließender Fertigungsvorbereitung.

Geplant wurde das Projekt vom renommierten Architekturbüro Herzog & de Meuron, welches neben so bekannten Objekten wie der Allianz Arena in München u.a. auch das Vogelnest bezeichnete Olympia-Station in Peking entwickelte (Kurzinfo mit Literaturverweisen).

Technische Information zum Projekt (Quelle: WGG Schnetzer Puskas Ingenieure AG)

Der Neubau mit Abmessungen im Grundriss von ca. 80 x 85 m weist zwei Untergeschosse (Parkings), ein Erdgeschoss, sowie fünf Obergeschosse auf. Er wird ohne Dilatation als ein Baukörper ausgeführt.

Die fünf Obergeschosse bestehen aus „Office Beams“ („Büroriegel“), d.h. aus Hohlkastenträgern, die die vier Kernbereiche miteinander verbinden und als auskragende Elemente über die Kerne hinausragen. Diese Riegel enthalten die Büroräumlichkeiten. Ihre Decken bestehen aus Ortbeton mit konventionell geschalter Untersicht. Bei Böden mit freier Untersicht, wo keine konventionelle Schalung möglich ist, kommen Verbunddecken mit einem Stahlunterzug, einem Profilblech als verlorene Schalung und einem bewehrten Überbeton zur Anwendung. In den Fassadenebenen der Büroriegel liegen die Stahlfachwerkträger (teilweise Vierendeelträger oder Mischformen) zur Abtragung der Lasten in Längsrichtung. Die Unter- und Obergurte der Stahlträger wirken teilweise im Verbund mit den Betondecken. Diese Bauweise der Büroriegel entspricht dem Wunsch nach Flexibilität bei der Einteilung der Fläche in einzelne Büros. In den Überschneidungsbereichen der Riegel sind die Geschosse durch je vier Liftkerne und Treppen miteinander verbunden. Die Abtragung der Vertikallasten aus den Brückenträgern auf das darunterliegende Geschoss erfolgt in den Kernbereichen über die gestapelten Stahlträger, die entweder auf zwei Punkten der darunterliegenden Träger aufliegen oder aber nur auf einem Punkt, in diesem Fall wird das Gleichgewicht durch die Einleitung von Scheibenkräften in die Deckenplatten gewährleistet. An bestimmten Stellen, wo keine diagonalen Tragelemente zur Weiterleitung der Querkräfte in den Stahlträgern möglich sind (aus architektonischen oder betrieblichen Gründen) müssen die Träger zur Sicherstellung des Gleichgewichts mittels Stützen zusätzlich gelagert werden.

Die Aussteifung in horizontaler Richtung erfolgt über die „inneren Ringe“, d.h. über die ausgesteiften Scheiben (bestehend aus Stahlträgern) in den gegen innen gerichteten Fassadenflächen.

Die beiden Untergeschosse dienen als Parking. Das standardmässige Stützenraster soll ca. 7.25 m x 8.40 m betragen. Konzentrierte, hohe Lasten aus den Obergeschossen können jedoch aus geometrischen Gründen nicht über dieses Raster abgetragen werden. Diese hohen Punktlasten werden von den Trägern des 1. Obergeschosses auf die als Abfangträger wirkenden Stahlträger des Erdgeschosses abgegeben. Die Abfangträger sind auf zusätzlichen, nicht im Stützenraster der Untergeschosse liegenden Stützen gelagert (Vollstahlstützen oder Stützen aus hochfestem Beton). Diese Stützenstandorte werden so gewählt, dass die Verkehrsgassen und die Parkfeldeinteilung nicht tangiert werden.

Herzog & de Meuron AG, Actelion Headquarter, Allschwil

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